Die SVP Inserate, welche die Ausländer und Rapper in den gleichen Topf werfen, haben grosse Wellen geworfen. Nicht nur, dass Rapper Gimma (links hier, hier und hier) seinem Unmut Luft, nun beginnen auch andere Partien mit Jugendlichen sich einen Platz an der Sonne zu sichern (Stadt Zürich, 20 Minuten, Seite 7).
Der Text von Alessandro Benassa, KV Lehrling aus Zürich, trifft den Nagel auf den Kopf. Die heutige Politik "politisiert" an der Jugend vorbei und bringt alte Vorurteil (zum Teil Jahrhunderte alt) wieder zum Vorschein. Jeder, der in der jeweiligen Zeit nicht genauso angepasst war oder ist, wie die Mehrheit der Bevölkerung, wird als Aussenseiter betrachtet. Dass Agression und Gewalt eine direkte Folge von Ausgrenzung und Frustration sind, weiss man nicht erst seit gestern.
Was mir am Text gut gefällt ist, dass ein Zusammenhang zwischen Ausgrenzung und der fehlenden Motivation sich anzupassen gemacht wird. Jeder weiss, dass wenn er nicht motiviert ist, vieles darunter leidet. Mangelnde Leistungsfähigkeit undAnpassungsfähigkeit, Lustlosigkeit und Frustration sind nur einige Folgen daraus.
Dienstag, 13. Februar 2007
Sonntag, 4. Februar 2007
(erlaubter) Rechtsradikalismus in der Schweiz
Es ist schon komisch: Verwendet man in der Schweiz die Begriffe "Neger" oder "scheiss Jude" ist man sofort ein Rechtsradikaler und gehört ins Gefängnis. Ob nun die Begriffe aus dem Zusammenhang gerissen sind oder nicht spielt keine Rolle. Aber für das Rechtsempfinden ist "gleich" und "gleich" eben nicht dasselbe.
Die SVP des Kantons Zürich (bekannt für die Plakate und Inserate) zeigt einmal mehr, das "Rechtsradikalismus" (vielleicht gerade wegen einem Mitglied der höchsten Bundesregierung) straffrei ist. In ihrer neuesten Kampagne wettert sie gegen Ausländerkriminalität indem sie einen als Rapper gekleideten Ausländer für die Steigerung der Kriminalität verwantwortlich macht. Dass solche Aktionen eigentlich Rechtsradikal sind, scheint die Partei nicht zu interessieren.
Im gleichen Atemzug beschliesst die SVP des Kantons Luzern, ihren Finanzdirektor in die Wiederwahl zu schicken. Jeder Bürger dieses Landes weiss, dass Betreibungen kein Papenstiel sind und dementsprechende Folgen für das weitere Leben haben können (Betreibungsauskunft ist das Zauberwort).
Logisch. In der heutigen Zeit kommt man schneller zu einer Betreibung als einem lieb ist. Aber eine Person, die ein öffentliches Amt (und auch noch das Amt des Finanzdirektors eines Kantones) bekleidet, welches Verantwortung und Vorbildfunktion in einem darstellt, sollte sich solche Eskapaden nicht erlauben.
Die SVP des Kantons Zürich (bekannt für die Plakate und Inserate) zeigt einmal mehr, das "Rechtsradikalismus" (vielleicht gerade wegen einem Mitglied der höchsten Bundesregierung) straffrei ist. In ihrer neuesten Kampagne wettert sie gegen Ausländerkriminalität indem sie einen als Rapper gekleideten Ausländer für die Steigerung der Kriminalität verwantwortlich macht. Dass solche Aktionen eigentlich Rechtsradikal sind, scheint die Partei nicht zu interessieren.
Im gleichen Atemzug beschliesst die SVP des Kantons Luzern, ihren Finanzdirektor in die Wiederwahl zu schicken. Jeder Bürger dieses Landes weiss, dass Betreibungen kein Papenstiel sind und dementsprechende Folgen für das weitere Leben haben können (Betreibungsauskunft ist das Zauberwort).
Logisch. In der heutigen Zeit kommt man schneller zu einer Betreibung als einem lieb ist. Aber eine Person, die ein öffentliches Amt (und auch noch das Amt des Finanzdirektors eines Kantones) bekleidet, welches Verantwortung und Vorbildfunktion in einem darstellt, sollte sich solche Eskapaden nicht erlauben.
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