Mittwoch, 31. Januar 2007

Community bietet gratis Treiberentwicklung für Firmen

Letzten Donnerstag trafen ein Kollege und ich uns bei der Heimfahrt auf dem Bahnhof. Eines unserer Lieblingsthemen ist "Linux vs. Windows". Mein Kollege, ein sehr erfahrener Programmierer (vorallem auf der Windows-Welt) ist "pro-Microsoft", ich wiederum, ein erfahrener Programmierer auf beiden Welten, bin "pro-Linux". Unsere Diskussionen bewegen sich hauptsächlich um das Thema "Benutzbarkeit" von Linux im Vergleich zu Linux.

Das alte Vorurteil, um Linux zu installieren und konfigurieren, bricht bei meinem Kollegen immer wieder durch: Die Linuxinstallation ist kompliziert und benötigt sehr viel Wissen rund um Linux, die Konfiguration noch viel mehr Knowhow. Dass dies heute nicht mehr unbedingt richtig ist, beweisen Distributionen wie Linspire (ehemals "Lindows"), Freespire (Ableger von Linspire), Fedora (RedHat-Ableger) und andere Distributionen. Man legt die DVD ins Laufwerk, startet den Computer mit Boot ab CD/DVD und schon kann mit sehr wenig Aufwand und Wissen ein Linux installiert werden.

Jetzt macht die Community aber einen Riesenschritt nach vorne: Vorwürfe von Windows-Befürwortern bezüglich nicht vorhandener Treiber könnten der Vergangenheit angehören, wenn die Hersteller mitmachen. techChannel verweisst auf einen Blog, in welcher die Kernel-Entwickler den Herstellern das Angebot machen, die Treiber gratis zu entwickeln. Wenn die Hersteller dieses Angebot annehmen, könnte die Fan-Gemeinde sehr schnell wachsen und Linux sehr schnell sehr populär machen.

Bravo, ich kann diese Idee nur unterstützen. Wichtig ist es aber auch, dass vorallem zwei Probleme mit Linux in Angriff genommen werden müssen:

1. Die Verfügbarkeit von neuen Versionen muss für die gängigsten Distributionen gleichzeitig
mit dem Erscheinen der neuen Windows-Versionen passieren
2. Die Installation und Konfiguration muss für jeden Benutzer so einfach wie möglich sein

Die Zeit für Linux als Desktop-Betriebssystem wird kommen. Je schneller (und je grösser) die Unterstützung der Hard- und Software-Hersteller kommt, je rasanter wird Linux auf den Arbeitsplätzen einzug halten.

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