Letzten Donnerstag trafen ein Kollege und ich uns bei der Heimfahrt auf dem Bahnhof. Eines unserer Lieblingsthemen ist "Linux vs. Windows". Mein Kollege, ein sehr erfahrener Programmierer (vorallem auf der Windows-Welt) ist "pro-Microsoft", ich wiederum, ein erfahrener Programmierer auf beiden Welten, bin "pro-Linux". Unsere Diskussionen bewegen sich hauptsächlich um das Thema "Benutzbarkeit" von Linux im Vergleich zu Linux.
Das alte Vorurteil, um Linux zu installieren und konfigurieren, bricht bei meinem Kollegen immer wieder durch: Die Linuxinstallation ist kompliziert und benötigt sehr viel Wissen rund um Linux, die Konfiguration noch viel mehr Knowhow. Dass dies heute nicht mehr unbedingt richtig ist, beweisen Distributionen wie Linspire (ehemals "Lindows"), Freespire (Ableger von Linspire), Fedora (RedHat-Ableger) und andere Distributionen. Man legt die DVD ins Laufwerk, startet den Computer mit Boot ab CD/DVD und schon kann mit sehr wenig Aufwand und Wissen ein Linux installiert werden.
Jetzt macht die Community aber einen Riesenschritt nach vorne: Vorwürfe von Windows-Befürwortern bezüglich nicht vorhandener Treiber könnten der Vergangenheit angehören, wenn die Hersteller mitmachen. techChannel verweisst auf einen Blog, in welcher die Kernel-Entwickler den Herstellern das Angebot machen, die Treiber gratis zu entwickeln. Wenn die Hersteller dieses Angebot annehmen, könnte die Fan-Gemeinde sehr schnell wachsen und Linux sehr schnell sehr populär machen.
Bravo, ich kann diese Idee nur unterstützen. Wichtig ist es aber auch, dass vorallem zwei Probleme mit Linux in Angriff genommen werden müssen:
1. Die Verfügbarkeit von neuen Versionen muss für die gängigsten Distributionen gleichzeitig
mit dem Erscheinen der neuen Windows-Versionen passieren
2. Die Installation und Konfiguration muss für jeden Benutzer so einfach wie möglich sein
Die Zeit für Linux als Desktop-Betriebssystem wird kommen. Je schneller (und je grösser) die Unterstützung der Hard- und Software-Hersteller kommt, je rasanter wird Linux auf den Arbeitsplätzen einzug halten.
Mittwoch, 31. Januar 2007
Unverständnis wegen zurückgewiesenem Raserurteil
Das Bundesgericht, die höchste Instanz in der Schweiz. Für viele Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz ist dieses Gericht der Inbegriff der Gerechtigkeit. Aber mit der Zurückweisung des Raserurteils von Muri (siehe hier) werden viele Bewohner unseres Landes diese Einstellung überdenken.
Liest man die Begründungen in der Presse, warum dieses Urteil aufgehoben wurde, fragen sich viele Leute, ob diese Aufhebung nicht ein Freibrief für die Raserei im Generellen ist. Dass die Aargauer Richter einen Präzedenzfall schaffen wollten glaube ich nicht unbedingt. Aber es ist sicher, dass die öffentliche Meinung sicher ihren Beitrag dazu geleistet hat.
Nur: Für alle Angehörigen, welche bei solchen Unfällen geliebte Menschen verloren haben, sind solche Urteile Salz in der (noch immer offenen) Wunde. Das Unverständnis beim Lesen solcher Meldungen sowie der Zorn und die Unzufriedenheit mancher Einwohner kam ich gut nachvollziehen.
Gleich vorweg: Ich bin gegen totale Überwachung der Bürger! Aber meiner Meinung nach müsste jeder Neulenker, der ein Auto kauft, eine BlackBox (siehe hier und hier) installieren und diese durch eine jährliche, unangemeldete Prüfung auswerten lassen. Damit könnten gleich mehrere "Fliegen" mit einer Klatsche geschlagen werden.
Liest man die Begründungen in der Presse, warum dieses Urteil aufgehoben wurde, fragen sich viele Leute, ob diese Aufhebung nicht ein Freibrief für die Raserei im Generellen ist. Dass die Aargauer Richter einen Präzedenzfall schaffen wollten glaube ich nicht unbedingt. Aber es ist sicher, dass die öffentliche Meinung sicher ihren Beitrag dazu geleistet hat.
Nur: Für alle Angehörigen, welche bei solchen Unfällen geliebte Menschen verloren haben, sind solche Urteile Salz in der (noch immer offenen) Wunde. Das Unverständnis beim Lesen solcher Meldungen sowie der Zorn und die Unzufriedenheit mancher Einwohner kam ich gut nachvollziehen.
Gleich vorweg: Ich bin gegen totale Überwachung der Bürger! Aber meiner Meinung nach müsste jeder Neulenker, der ein Auto kauft, eine BlackBox (siehe hier und hier) installieren und diese durch eine jährliche, unangemeldete Prüfung auswerten lassen. Damit könnten gleich mehrere "Fliegen" mit einer Klatsche geschlagen werden.
Dienstag, 30. Januar 2007
Raserurteile in der Schweiz
Heute hat das Bundesgericht in der Schweiz ein Raserurteil aufgehoben und an die vorherige Instanz zurück gewiesen (2 Tote, 7 Verletzte, siehe hier).
Toll! Wir (und damit auch ich) sind früher auch schnell (zum Teil sehr schnell) unterwegs gewesen. Was wir aber praktisch nie gemacht haben waren Rennen! Auch wir hatten schnelle Autos (140 PS oder mehr, 220 und mehr KM/h Spitzengeschwindigkeit). Unsere Autos hatten aber mehrere Vorteile: Sie waren schwer (mein damaliges Auto, ein Mazda 323 1.6l Turbo Allrad, wog 1450 KG) und sicher (Hochgeschwindigkeitsreifen, sehr gutes Fahrgestell usw.).
Sicher: Auch wir hatten unseren Spass, egal ob Schweizer, Italiener, Griechen oder aus einem anderen Land. Aber wir wussten wo unsere Grenzen waren. Wir fuhren mit Verstand und Weitsicht. Wir fuhren entweder auf der Autobahn (mit 210 KM/h) oder nachts und ausserorts (auch da gab es mal 100 - 120 KM/h).
Was ist der Unterschied zwischen damals und heute? Ein grosser Unterschied ist, dass wir damals das Geld nicht einfach von der Bank oder den Eltern bekamen. Wir mussten dafür arbeiten und so war es ganz selten, dass ein 18 jähriger Fahrer schon einen 3er BMW mit 150 PS unter dem Ar... hatte.
Wie ihr vielleicht gemerkt habt geht es nicht um Ausländer. Auch zu unserer Zeit waren wir mit unseren ausländischen Freunden unterwegs. Aber auch unser Freunde aus dem Ausland mussten (wie wir) das Geld für die Fahrzeuge erarbeiten und bekamen es nicht von irgendwelchen Ämtern in den Hintern geschoben.
Toll! Wir (und damit auch ich) sind früher auch schnell (zum Teil sehr schnell) unterwegs gewesen. Was wir aber praktisch nie gemacht haben waren Rennen! Auch wir hatten schnelle Autos (140 PS oder mehr, 220 und mehr KM/h Spitzengeschwindigkeit). Unsere Autos hatten aber mehrere Vorteile: Sie waren schwer (mein damaliges Auto, ein Mazda 323 1.6l Turbo Allrad, wog 1450 KG) und sicher (Hochgeschwindigkeitsreifen, sehr gutes Fahrgestell usw.).
Sicher: Auch wir hatten unseren Spass, egal ob Schweizer, Italiener, Griechen oder aus einem anderen Land. Aber wir wussten wo unsere Grenzen waren. Wir fuhren mit Verstand und Weitsicht. Wir fuhren entweder auf der Autobahn (mit 210 KM/h) oder nachts und ausserorts (auch da gab es mal 100 - 120 KM/h).
Was ist der Unterschied zwischen damals und heute? Ein grosser Unterschied ist, dass wir damals das Geld nicht einfach von der Bank oder den Eltern bekamen. Wir mussten dafür arbeiten und so war es ganz selten, dass ein 18 jähriger Fahrer schon einen 3er BMW mit 150 PS unter dem Ar... hatte.
Wie ihr vielleicht gemerkt habt geht es nicht um Ausländer. Auch zu unserer Zeit waren wir mit unseren ausländischen Freunden unterwegs. Aber auch unser Freunde aus dem Ausland mussten (wie wir) das Geld für die Fahrzeuge erarbeiten und bekamen es nicht von irgendwelchen Ämtern in den Hintern geschoben.
VISTA und die Zukunft
Seit kurzem ist Windows VISTA verfügbar. Was bedeutet dies für die meisten Benutzer?
Viel!
Vorallem wenn man bedenkt, dass IDC durch eine Untersuchung ("gesponsert" von Microsoft) für Kalifornien herausgefunden hat, dass mit einem Umsatz von ca. 10 Milliarden (!!!) und ca. 16'000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet werden kann! (siehe hier). Die Frage, wer diese Kosten bezahlt wird aber von einigen Leuten gar nicht betrachtet.
Zum Einen kann davon ausgegangen werden, dass 80% aller Computer nicht in der Lage sein werden, die neuen VISTA Features zu nutzen (zuwenig Arbeitsspeicher, zu langsame Graphikkarte, zuwenig Festplattenspeicher usw.). Zum Anderen wird VISTA bis mindestens
Service Pack 2 zu viele Fehler (auch Totalabstürze) beinhalten, welche sogar eine Neuinstallation erforderlich machen.
Wie vielleicht die wenigsten Benutzer wissen: VISTA lässt sich genau zwei Mal aktivieren: a) bei der ersten Installation oder Aktivierung und b) bei einer erneuten Installation. Danach sagt Microsoft ganz klar: Neu kaufen!
Dass mit solchen Aussagen der Umsatz (vorallem) von Microsoft in die Höhe getrieben wird, müsste eigentlich jedermann (und jederfrau) klar sein. Die Dummen sind aber die Benutzer.
Viel!
Vorallem wenn man bedenkt, dass IDC durch eine Untersuchung ("gesponsert" von Microsoft) für Kalifornien herausgefunden hat, dass mit einem Umsatz von ca. 10 Milliarden (!!!) und ca. 16'000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet werden kann! (siehe hier). Die Frage, wer diese Kosten bezahlt wird aber von einigen Leuten gar nicht betrachtet.
Zum Einen kann davon ausgegangen werden, dass 80% aller Computer nicht in der Lage sein werden, die neuen VISTA Features zu nutzen (zuwenig Arbeitsspeicher, zu langsame Graphikkarte, zuwenig Festplattenspeicher usw.). Zum Anderen wird VISTA bis mindestens
Service Pack 2 zu viele Fehler (auch Totalabstürze) beinhalten, welche sogar eine Neuinstallation erforderlich machen.
Wie vielleicht die wenigsten Benutzer wissen: VISTA lässt sich genau zwei Mal aktivieren: a) bei der ersten Installation oder Aktivierung und b) bei einer erneuten Installation. Danach sagt Microsoft ganz klar: Neu kaufen!
Dass mit solchen Aussagen der Umsatz (vorallem) von Microsoft in die Höhe getrieben wird, müsste eigentlich jedermann (und jederfrau) klar sein. Die Dummen sind aber die Benutzer.
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